Freiheit ist die Möglichkeit, sich schmerzfrei auf zwei Beinen zu bewegen

Klaus Schöffler-der Autor


Ich freue mich, dass du mich hier auf dieser Seite besuchst. Der Geschichtenberichter bin ich. Und zwar genau dann, wenn ich mich nicht als Texter und Fach-Journalist um die Pressearbeit von Unternehmen kümmere. Wobei ich da natürlich auch Geschichten schreibe, nur eben andere. Das Schreiben, aber vor allem die Neugier auf interessante Menschen, die mir über ihr Leben erzählen, lässt mich nicht los. Auf meiner Seite möchte ich dich zu den Menschen mitnehmen, die ich kennenlernen durfte.

Ich schreibe Bücher über Menschen. Das können kurze Geschichten sein, die ein spezielles Erlebnis in ihrem Leben erzählen und in einem bestimmten Kontext eingebunden sind – zum Beispiel zu Themen wie Flucht oder Obdachlosigkeit.

   Dabei kann es sich aber auch um ganze Biografien handeln. Mein klares Ziel ist es, authentische Geschichten zu schreiben, in denen sich der Protagonist mit einem guten Gefühl wiedererkennt und die die Leser begeistern. Dafür baue ich auf über 20 Jahre Berufserfahrung als Journalist. Ich arbeite insbesondere für Fachmedien, in der Vergangenheit auch für Tages- und Wochenzeitungen, Onlinemagazine und Publikums-Zeitschriften. Als Journalist habe ich gelernt, zuzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und zwischen den Zeilen zu lesen. Bei der Arbeit an meinen Büchern traf ich oft auf Menschen, die traumatische Erlebnisse und schwere Schicksalsschläge erleben mussten. Für mich waren dies wertvolle Erfahrungen. Seit kurzem schreibe ich Biografien – nicht nur – aber vorwiegend für Senioren, die ihre Geschichte in einem Buch verewigt haben möchten. In biografischen Interviews erzählen sie mir von den für sie wichtigen Stationen ihres Lebens. 


Fünf Prozent, die alles veränderten

Der Arzt sagte es ruhig, beinahe beiläufig. Kein Zögern, kein Innehalten. Fünf Prozent Überlebenschance. Ich war vierzehn Jahre alt und saß ihm gegenüber. Ich wollte nicht hochsehen. Ich wollte nicht sehen, wer diesen Satz gesagt hatte.

Fünf Prozent.

Ich versuchte, die Zahl zu verstehen, aber sie blieb leer. Sie hatte keine Farbe, kein Gewicht. Sie passte nicht zu mir. Nicht zu meinem Leben, nicht zu meinem Körper, nicht zu dem Mädchen, das ich bis zu diesem Moment gewesen war. Bis vor ein paar Wochen war ich einfach Juliana gewesen. Ein vierzehnjähriges Mädchen mit Plänen, mit Freunden, mit einem Leben, das sich selbstverständlich und sehr lebendig anfühlte.

Der Arzt redete weiter. Ich hörte Worte wie Osteosarkom, aggressiv, selten. Ich hörte sie, aber sie erreichten mich nicht mehr richtig. Es war, als hätte jemand eine Glasscheibe zwischen uns geschoben. Seine Stimme klang dumpf, weit weg, wie durch Wasser. Ich nickte irgendwann, ohne zu wissen, worauf eigentlich.